WISSENSWERTES I

Heilpraktiker – Was ist das?

 

In der heutigen Zeit spricht alles über alternative Heilweisen, Wellness und Bio.

Aber viele können trotz dessen sich kein genaues Bild davon machen, was der Begriff Heilpraktiker eigentlich beinhaltet.

Es gibt immer noch viele Menschen die davon ausgehen, dass ein Heilpraktiker während der Ausbildung lernt auf der „Astralebene“ zu schweben und ein paar Bachblüten dabei zu mischen.

Nun, es ist durchaus möglich, dass einige Kollegen dieses nach der Ausbildung praktizieren, aber, um sich laut Gesetz Heilpraktiker nennen zu dürfen, bedarf es der Erlaubnis.

Der Gesetzestext besagt: Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.

Diese Erlaubnis wird vom zuständigen Gesundheitsamt erteilt, wenn man die schriftliche und mündliche Prüfung erfolgreich bestanden hat.

In dieser Prüfung werden nicht an erster Stelle Therapieverfahren abgefragt, sondern man muss dem Amtsarzt und den Beisitzern glaubhaft machen, dass man „keine Gefahr für die Volksgesundheit“ darstellt.

 

Was beinhaltet diese Aussage?

Was muss ein Heilpraktiker können?

 

Mitunter werden folgende Themen geprüft

  • Anatomie (Lehre des menschlichen Körpers)

  • Physiologie (Wie arbeitet der menschliche Körper)

  • Pathologie( Krankheitslehre)

  • Hygiene

  • Injektionstechniken (wo/wie/was/wann nicht)

  • Pharmakologie( Medikamentenkunde)

  • Psychologie/ Psychiatrie

  • Notfallmedizin

  • Gesetzeskunde

  • Untersuchungsmethoden

  • Kontraindikationen von naturheilkundlichen Therapieverfahren

  • Infektionen und Erreger

  • Anamnese

  • Labor

  • etc.

 

Jedes dieser Themen ist prüfungsrelevant, somit muss der angehende Heilpraktiker alles können.

Die Durchfallquote bei den Gesundheitsämtern liegt bei ca. 75%!

Bezüglich Therapieverfahren, unterliegt es jedem einzelnen, während der Heilpraktikerausbildung zusätzlich Therapieverfahren zu erlernen.

Man möchte ja schließlich nicht Heilpraktiker sein und nicht heilen können....

Welche Voraussetzungen sollten Sie in den Heilpraktikerberuf mitbringen?

 

  • Der Beruf des Heilpraktikers ist mehr als nur ein Beruf, er ist eine Berufung!

  • Täglich kommen neue Herausforderungen auf Sie zu.

  • Jeder Patient ist ein Individuum und er muss als solches auch behandelt werden.

  • Sie brauchen Geduld und Einfühlungsvermögen als auch persönliche Stärke um Ihren Patienten helfen zu können.

  • Diese Herausforderungen sind schon während der Ausbildung zu spüren.

  • Die Ausbildung erfordert Zeit und Disziplin.

 

Aber es lohnt sich!

© 2020 by Kathryn Fensome.

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